Wie alles begann

1985

Im Rahmen des Erweiterten Bildungsangebots (EBA) „Vom Messerschmitt Kabinenroller zum Auto von Morgen“ an der Hauptschule Höhscheid planten wir einen Zweisitzer in Tandemsitzanordnung. In dem Projekt mit zwei Wochenstunden entwarfen die Schülerinnen und Schüler interessante Fahrzeuge, erstellten Schablonen dieser Modelle, schnitten sie mit einem heißen Draht aus Styroform-Rohkörpern in Form und bearbeiteten Ihre Modelle zu stromlinienförmigen Fahrzeugen. Leider endete dieses Projekt in der Modellentwurfsphase nach einem Jahr, da Herr Schürhoff voll in die Bedarfsdeckung des Regelunterrichts Physik und Technik eingebunden wurde.

2003 bis 2005

Die Hauptschule Höhscheid bekommt das Vorderteil eines stark beschädigten Segelflugzeuges geschenkt. Die alte Idee wird wieder wach und hat eine konkrete Form. Starke Beschädigungen an der Unterseite erfordern fachgerechte Reparaturarbeiten. In den Folgejahren arbeiten verschiedene Schülerinnen und Schüler ohne stundenplanmäßige Einbindung in Freistunden, Vertretungsstunden, als zusätzliches Differenzierungsangebot für leistungsstarke  AT-Schüler, oder freiwillig in ihrer Mittagspause und am Nachmittag. Dabei entwerfen und bauen die Schülerinnen Schüler eine Drehvorrichtung, um den Rumpf mit einfachen Mitteln von allen Seiten bequem bearbeiten zu können. Diese Vorrichtung erlaubt es ihnen, die Schäden am Rumpf des Segelflugzeugs fachgerecht zu beseitigen und dem Rumpf am Heck einen klaren Abschluss zu geben.

Mit Hilfe der selbst konstruierten Drehvorrichtung lässt sich das Cockpit
von allen Seiten bequem bearbeiten.

2006 – 2007

Herr Schürhoff entwickelt die neue Projektidee 
„Vom Messerschmitt Kabinenroller zum 0-Emissions-Auto“.

Auf Basis des hergerichteten Segelflugcockpits sollen zwei Ziele erreicht werden:

1. Den Umbau des Cockpits zu einem Flugsimulator.

2. Das Abnehmen einer Form vom Originalcockpit zum experimentieren beim Fahrzeugbau in Serienherstellung. Bei beiden Teilzielen soll die Berufswahlvorbereitung im Mittelpunkt des Projektes stehen.
Angestrebt wird die Unterstützung des Projekts durch die Initiative „Fit für die Ausbildung“ der Stiftung Partner für Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das „Sim-Team“ (Simulator-Team) geht an den Start. Für den Namen stand das
1. Teilziel Pate – der Umbau des Cockpits zu einem Segelflugsimulator.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgansstufe 8 bewerben sich schriftlich um einen Platz im neu zu bildenden Sim-Team.
Im Rahmen der Berufswahlvorbereitung werden die Form der schriftlichen Bewerbung inklusive eines Lebenslaufs vorausgesetzt. Vor der Aufnahme ins Sim-Team mussten die interessierten Schülerinnen und Schüler im Rahmen eins Bewerbungsgesprächs ihre Motivation darlegen. Zusätzlich stellten die Bewerberinnen und Bewerber mit einem Werkstück ihre handwerklichen Fähigkeiten dar.

Herr Schürhoff bekommt zwei Wochenstunden im Rahmen des Wahl-Pflicht-Unterrichts (WPU) der Klasse 8.
Zwei weitere Wochenstunden gibt er im Vorgriff auf das nächste Halbjahr somit stehen dem „Sim-Team“ vier Wochenstunden zur Verfügung. Zudem treffen sich die Mitglieder des Sim-Teams regelmäßig freiwillig in den Mittagspausen, um an dem Projekt zu mitzuarbeiten.

Der im Februar neu an die Hauptschule Höhscheid gekommene Referendar Herr Betzinger bereichert mit drei Wochenstunden am Montag das Sim-Team und begleitet auch außerschulische Veranstaltungen des Projekts. Er macht seine Referendariat in den Fächern Deutsch und Technik und ergänzt das Sim-Team durch seine Fähigkeiten im technischen Bereich sowie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Osterferien 2007

Herr Schürhoff reicht ein überarbeiteten Konzept für eine Förderung bei „Zukunft durch Innovation.NRW“ ein.
Die Nachhaltigkeit und der Netzwerkgedanke des Projekts stehen hier im Mittelpunkt.

16. Mai 2007

An der Universität in Düsseldorf findet der Kongress „Zukunft durch Innovation.NRW“ statt, in dessen Rahmen auch die Preisträger des Wettbewerbs ausgezeichnet werden.

Minister Andreas Pinkwart zeichnet unser Projekt mit einem Sonderpreis in Höhe von 2.000,- € aus.
Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, unser Projekt sowie das bisher Erreichte im Rahmen des Kongresses in der Universität Düsseldorf vorzustellen.

Prof. Dr.-Ing. Martin Sternberg, Rektor der Fachhochschule Bochum, zeigt sich sehr interessiert und bietet seine Unterstützung an.
An der FH Bochum wird seit Jahren an solargetriebenen Elektrofahrzeugen gebaut und geforscht.


29. Mai 2007

Herr Rektor Sternberg lädt das Sim-Team zum Rollout des SolarWorld No.1 an die FH Bochum ein.
SolarWorld No.1 ist das Solarfahrzeug, mit dem die Studierenden der FH Bochum an der diesjährigen World-Solar-Challenge – der inoffiziellen Weltmeisterschaft der Solarmobile – in Australien teilnehmen werden.

30. Mai 2007

Von der Stiftung „Partner für Schulen“ bekommen wir eine Förderzusage über 4000,- €.

Das Sim-Team bei der Vorstellung des Solarfahrzeugs „SolarWorld Nr.1“ der Fachhochschule Bochum. (Foto: Harm Betzinger) Der gelbe Sonnenflitzer nahm an der Solar-Rallye vom 21. bis 28.10.2007 in Australien teil und belegte einen hervorragenden 4.Platz! Rektor Sternberg stellt uns u.a. dem Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Friedbert Pautzke vor. Auch Herr Pautzke nimmt sich viel Zeit für das Sim-Team und gibt uns viele Informationen und Tipps für unser Projekt.








Mitte Juni 2007

Wir können den Elektroroller Geco for2 der Firma GUF drei Wochen kostenlos zur Probe fahren. Er schafft die Steigungen zwischen Wuppertal und Solingen problemlos, ist durch die Bleiakkus jedoch recht schwer. Die maximale Reichweite des leisen Zweirades beträgt im Bergischen Land ca. 30 km.











18. Juni 2007

Herr Schürhoff fährt mit einigen Mitgliedern des Sim-Teams nach Geldern zur Firma Heiz-CNC-Technik.
Vom Geschäftsführer Herrn Hylewitz bekommen wir eine CNC-Fräse mit Zubehör gesponsert. Die CNC-Fräse wird für das Erstellen von kleinen Fahrzeugformen benötigt, die als Modelle für das 0-Emissions-Fahrzeug dienen. Anhand dieser Modelle sollen die Schülerinnen und Schüler Vor- und Nachteile verschiedener Formen und Fahrwerkstechniken erproben und so Erfahrungen für das spätere Fahrzeug sammeln.






14. Juli 2007

Eine Abordnung des Sim-Teams der Hauptschule Höhscheid im Saturn Solingen bei der Übergabe des Computers sowie des Monitors für den Flugsimulator.

Das Sim-Team erhält einen Gesprächstermin bei Herrn Brinkmann, dem  Geschäftsführer des  Saturn-Marktes Solingen. Tobias St und Nadine stellen unser Projekt vor und bekommen die Zusage für einen TFT-Bildschirm sowie einen PC für den Simulator. Im Gegenzug wird der fertige Simulator für eine Werbeaktion dem Saturn-Markt Solingen zur Verfügung gestellt. Die Mitglieder des Sim-Teams werden den Simulator betreuen und Kundinnen und Kunden des Marktes in die Handhabung und Bedienung des Segelflugsimulators einweisen. Bei dem Besuch äußerte Herr Brinkmann auch Interesse an einer Schulpartnerschaft mit der Hauptschule Höhscheid.

23. Juli 2007

Herr Schürhoff besucht mit Steven Adams die Firma CRH in Solingen. Herr Eder übergibt uns einen neuen „Smart-Sitz“ für unseren Simulator. Der Sitz lässt sich nach einigen Anpassungen sehr gut im ehemaligen Segelflugcockpit installieren

Der Smart-Sitz der Firma CRH aus Solingen passt wie angegossen in das
Segelflug-Cockpit.

Die Geburt des Namen „E-Ei“

Oktober 2007

Mitarbeiter der IHK Lehrwerkstatt fräsen einen „Antriebsblock“ – die hintere Antriebseinheit mit Federung für das „E-Ei“ getaufte Fahrzeugmodell.












November 2007

Die zweite Modellform, diesmal mit waagerechter Trennebene, ist fertig. Rechts im Bild ist der Lenkflügel für das Vorderrad zu sehen.













Dezember 2007

Einige Modelle werden laminiert, um die Vor- und Nachteile der jeweiligen Trennebenen zu erfahren.

Verschiedene Modelle des „E-Eis“ mit verschiedenen Farbgebungen und verschiedenen Trennebenen.
(links und mitte: senkrechte Trennebene, rechts: waagerechte Trennebene)






In Arbeit…